Bei einem Kleinkredit ist die Kreditsumme deutlich geringer als bei einem herkömmlichen Darlehen. Die maximale Höhe der Summe ist nicht einheitlich geregelt, in der Regel liegt sie im Bereich von 500 bis 5.000 Euro. Bei einzelnen Kreditinstituten kann die Grenze bei maximal 10.000 Euro liegen. Häufig dient die Aufnahme eines Kleinkredits zur Anschaffung neuer Möbel, eines Gebrauchtwagens oder anderer Dinge, die den aktuellen Verfügungsrahmen des Kunden übersteigen. Möglich ist ebenso die Ablösung eines teuren Dispositionskredits. Die Rahmenbedingungen für Kleinkredite unterscheiden sich je nach Kreditinstitut meist nur geringfügig.

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Die meisten Kleinkredite sind dringend nötig und werden zum Beispiel für die kaputte Waschmaschine, oder sogar das kaputte Auto benötigt. Aber auch der Ausgleich des Dispos macht in den meisten Fällen sinn, da die Zinsen in der Spitze sogar über 10% liegen, ist es ratsam diese mit einem Kredit abzulösen. Da der Durchschnittsdispo, auch Kontokorrentkredit bei Firmen genannt, bei ca. 2.500 Euro liegt, macht dies bei voller Ausschöpfung und 10% eff. Zinsen p.a., allein 250 Euro Dispogebühren. Wenn man diesen mit Hilfe eines Kredites ablöst, mit ca. 4% eff. Jahreszins und einer Laufzeit von 24 Monaten, dann bezahlt man nur 150 Euro Zinsen + Gebühren. Somit kann man im ersten Jahr schon 100 Euro sparen und der Dispo ist bald Vergangenheit.

 

Vor- und Nachteile des Kleinkredits

Aufgrund der geringen Kreditsumme ist die monatliche Belastung durch die Zahlung der Raten vergleichsweise moderat und die Bewilligung durch die Bank erfolgt innerhalb eines kurzen Zeitraums. Die Laufzeit kann individuell an die persönlichen Anforderungen des Kunden angepasst werden und beträgt in den meisten Fällen 12 bis 24 Monate. Das Kreditausfallrisiko wird von den Banken als relativ gering betrachtet, daher können die Kunden in vielen Fällen mit günstigeren Zinskonditionen rechnen, als bei herkömmlichen Konsum- oder Dispositionskrediten.

Die Aufnahme eines Kleinkredites ist eine günstige und unkomplizierte Alternative zum Dispokredit oder einem herkömmlichen Darlehen und gewährt den Kunden eine gute Planungssicherheit. Für Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten ist die Aufnahme eines Kleinkredits nur bedingt empfehlenswert. Hier sollte vor der Beantragung genau geprüft werden, ob die Zahlung der monatlichen Raten gewährleistet werden kann. Andernfalls kann selbst ein Kleinkredit schnell zur unschönen Schuldenfalle werden.

 

Voraussetzungen für die Beantragung des Kleinkredits

Einen Antrag auf einen Kleinkredit kann jede volljährige Person mit Wohnsitz in Deutschland stellen. Von Vorteil sind eine gute Bonität und das Fehlen eines negativen Schufa-Eintrages, da dies durch das Kreditinstitut eingehend geprüft wird. In der Regel verlangen die Banken die Vorlage des gültigen Personalausweises, aktueller Gehaltsabrechnungen sowie Kontoauszüge. Mittels Nachweis der monatlichen Einnahmen und Ausgaben beweist der Kreditnehmer der Bank, dass die Möglichkeit zur Zahlung der fälligen Monatsraten gegeben ist.

Die meisten Kreditinstitute vergeben Kleinkredite ausschließlich an Privatpersonen, die einer nicht selbstständigen Beschäftigung nachgehen. Fällt die Prüfung der Bonität positiv aus, erfolgt die Auszahlung des Kreditbetrages innerhalb kurzer Zeit auf das vereinbarte Konto. In den meisten Fällen handelt es sich bei einem Kleinkredit um ein Annuitätendarlehen, bei dem die Rückzahlung der Kreditsumme in gleichbleibenden Monatsraten erfolgt. Möglich ist in einzelnen Fällen auch die Vereinbarung eines Fälligkeitsdarlehens, bei dem die gesamte Kreditsumme zu einem vorab fest vereinbarten Zeitpunkt fällig wird.

 

Restschuldversicherung bei Kleinkrediten

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Diese Versicherungsart kann zusätzlich abgeschlossen werden und dient zur Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder im Todesfall. Tritt der Versicherungsfall (nicht selbst verschuldeter Ausfall der Ratenzahlung) ein - beispielsweise durch Todesfall des Kunden - erfolgt die Übernahme der fälligen Raten durch das Versicherungsunternehmen.

Diese zusätzliche Absicherung erhöht die monatliche Belastung des Kunden durch die Versicherungsbeiträge noch zusätzlich und ist gleichzeitig zahlreichen Einschränkungen unterworfen. So ist meist die Leistungsdauer auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt und die Erbringung der Leistungen erfolgt meist erst nach Ablauf von drei Monaten.

Aufgrund der geringen Kreditsumme sowie der kurzen Laufzeit ist diese Zusatzabsicherung bei Kleinkrediten in der Regel nicht empfehlenswert.