Privatkredite können helfen, wenn es um die Finanzierung von Urlaub, Auto oder Wohnausstattung geht. Längst können solche Darlehen nicht nur in der Bankfiliale, sondern auch im Internet aufgenommen werden. Doch was ist unter einem Privatkredit zu verstehen und welche Vor- und Nachteile ergeben sich hieraus?

 

Was ist ein Privatkredit?

Allein die privaten Kreditgeber von Auxmoney verteilten im Jahr 2019 Kredite im Wert von 1.000.000.000 Euro.Den Namen trägt dieser Kredit deshalb, weil er von Privatpersonen/ private Investoren und somit nicht von Banken vergeben wird. Auch wird dieser gerne Peer-to-Peer Kredit genannt (P2P-Kredit)  Verbraucher sollen sich so Konsumwünsche erfüllen und private Anschaffungen tätigen können. Eine Bank oder ein anderes Finanzinstitut leiht der Privatperson einen bestimmten Geldbetrag und erhält hierfür im Gegenzug in monatlichen Raten neben der Tilgung auch einen Zins. Weil es sich um monatlich gleichbleibende Raten handelt, wird auch von einem Ratenkredit gesprochen.

Die Zinsen bleiben dabei über die gesamte Laufzeit gleich. In der Regel können Privatpersonen zwischen unterschiedlichen Laufzeiten und Kreditsummen wählen. Üblich sind hierbei gerade online Kreditbeträge bis zu 50.000 EUR bei Laufzeiten zwischen 12 und 120 Monaten. Eine Angabe des Verwendungszwecks, z.B. Gebrauchtfahrzeug, Umschuldung, Modernisierung, Reise, Ausgleich Dispo, Einrichtung etc. ist zumeist nicht erforderlich. Privatkredite sind inzwischen auch über Plattformen wie Smava oder Auxmoney erhältlich, die als Online-Vermittler private Anleger und Darlehensnehmer zusammenbringen.

 

Was gibt es zu beachten?

Wer die genauen Kosten des Privatkredits kennen und diverse Angebote miteinander vergleichen möchte, sollte immer auf den effektiven Jahreszins achten. Geeignet ist der effektive Jahreszins zur Gegenüberstellung anfallender Gebühren deshalb, weil er den größten Teil der Ausgaben umfasst, die mit der Darlehensaufnahme verbunden sind. Im Gegensatz zum Nominalzins, werden zusätzliche preisbestimmende Faktoren wie Dauer der Rückzahlung und Bearbeitungsgebühr berücksichtigt. Das Problem dabei ist, dass dessen Höhe oft an die Kreditwürdigkeit bzw. Bonität der Privatperson geknüpft wird. In diesem Zusammenhang prüft das Finanzinstitut, wie sich die monatliche Einnahmen- und Ausgabensituation des Antragstellers darstellt. Zudem ist von Interesse, ob der Antragsteller über einen unbefristetes Arbeitsverhältnis verfügt und ob Sicherheiten in Form von Wertpapieren, Versicherungen oder Immobilien bestehen. Ein nennenswerter monatlicher Einnahmenüberschuss sowie Sicherheiten gehen für die Bank mit einem niedrigeren Kreditausfallrisiko einher. Und je geringer das Risiko eines Zahlungsausfalls ist, umso attraktiver kann die Verzinsung des Kredits ausfallen. Daneben hängt die Zinshöhe aber auch von der Kreditlaufzeit und dem Darlehensbetrag ab. Nicht zuletzt wird der Kreditgeber auch eine Anfrage bei der Auskunftei SCHUFA stellen, um aktuell bestehende Kredite oder frühere Zahlungsausfälle in Erfahrung zu bringen. Eine negative Schufa Auskunft führt zumeist zu einer Ablehnung des Kreditantrags. Einige Unternehmen bieten auch Kredite ohne Schufa an, nicht selten jedoch zu überhöhten Zinsen oder unseriösen Konditionen. 

 

Kredite von Privat zu Privat - Vor- und Nachteile

Ein Vorteil des Kredits zwischen Privatleuten ist seine vielseitige Verwendung. Denn damit lassen sich quasi alle Anschaffungen finanzieren. Positiv ist ferner, dass bei einem Kredit zwischen Privatleuten keinerlei Sicherheiten bei einer Bank zu hinterlegen sind. Darüber hinaus fallen zumeist auch die Annahmevoraussetzungen nicht ganz so streng aus. Auch wenn die Kreditwürdigkeit demnach nicht ideal ausfällt, kann ein sicheres und geregeltes Einkommen für eine Darlehensvergabe ausreichen. Der feste Tilgungsplan spricht ebenfalls für einen Privatkredit. Denn dank der vereinbarten Rückzahlungstermine verringert sich die Gefahr einer dauerhaften Verschuldung, wie es etwa beim Dispokredit der Fall sein kann. Erfreulich ist insbesondere auch, dass der Zins über die gesamte Laufzeit gebunden ist. Der Zinssatz unterliegt demnach keinen Schwankungen und ist unabhängig vom Wirtschaftsgeschehen - dies schafft Planungssicherheit. Und sollte das allgemeine Zinsniveau sinken, haben Kreditnehmer dennoch die Möglichkeit hiervon zu profitieren, nämlich durch eine Umschuldung. Eine Kündigungsfrist gibt es hierbei nicht und die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung kann dennoch lohnen. Idealerweise sind Sondertilgungen möglich und keine Bearbeitungsgebühren fällig. Das wohl größte Risiko eines Privatkredits ist der Wegfall von Einkünften. Plötzliche Arbeitslosigkeit, Krankheit oder die Erhöhung der Lebenshaltungskosten können dazu führen, dass der Kredit nicht mehr bedient werden kann. Um dem vorzubeugen, sollte das monatlich frei verfügbare Einkommen nicht in voller Höhe zur Kredittilgung verwendet werden.